Ein 65-jähriger Niederländer rief erschöpft mit fast leerem Handyakku bei 112 an. HGSS fand ihn lebend; ein MUP-Hubschrauber brachte ihn am Abend nach Makarska.

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Ein Anruf mit wenig Reserve

Am 31. August meldete sich gegen 14:30 Uhr ein 65-jähriger Niederländer bei der Notrufnummer 112. Er befand sich im Biokovo-Gebiet oberhalb von Brela, war erschöpft, hatte kein Wasser mehr und nur noch wenig Akkuladung auf dem Telefon.

Die Bergrettung HGSS Makarska fand den Mann lebend, aber in schlechtem Zustand. Damit war der Standort geklärt; der schwierige Transport aus dem Gelände stand noch bevor.

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Wie die Rettungskette funktionierte

Über das Einsatzzentrum des Zivilschutzes wurde gegen 16 Uhr ein Hubschrauber des Innenministeriums angefordert. Die Besatzung der Antiterroreinheit Lučko flog zunächst nach Makarska, nahm dort Bergretter auf und setzte den Einsatz am Biokovo fort.

Die mehrstündige Aktion reichte bis in den Abend. Der Wanderer und die Retter wurden schließlich nach Makarska gebracht. Dort übernahm der Rettungsdienst den Mann und versorgte ihn wegen Dehydration.

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Früh anrufen hilft den Rettern

Dass der Mann noch selbst 112 erreichte, war entscheidend. Wer Orientierung, Kräfte oder Wasser verliert, sollte nicht warten, bis das Telefon leer oder der Zustand kritisch ist. Ein früher Notruf lässt mehr Zeit für Standortbestimmung und eine sichere Einsatzentscheidung.

Beim Anruf zählen Standort oder letzte markante Wegstelle, Zahl und Zustand der Personen, vorhandenes Wasser, Kleidung und Akkustand. Danach bleibt das Telefon möglichst frei und stromsparend; eigenmächtiges Weitergehen kann die Suche wieder erschweren.

Wasserflaschen, Telefon, Karte, Sonnenschutz und Wanderschuhe werden vor einer Tour auf dem Biokovo geprüft
Golden Beach / OpenAI ImageGen · redaktionelles Symbolbild
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Wasser gehört vor dem Start in den Plan

Der Naturpark Biokovo nennt Trinkwasser, geeignete Kleidung, Sportschuhe und Trockenverpflegung ausdrücklich als Grundausstattung. Auf dem hellen Karst fehlen lange Schattenpassagen, und Hitze, Wind sowie Höhenunterschiede können den Bedarf schneller erhöhen als ein Spaziergang an der Küste.

Eine pauschale Literzahl für jede Route wäre unseriös. Dauer, Temperatur, Höhenmeter, Körpergewicht und verfügbare Nachfüllpunkte unterscheiden sich. Vernünftig ist eine Reserve, die zur konkreten Tour passt – zusammen mit einem klaren Umkehrpunkt, bevor die letzte Flasche leer ist.

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Markierte Wege sind keine Garantie

Der Park empfiehlt, markierte Wanderwege zu benutzen, und beschreibt die Touren als Angebot für Menschen mit entsprechender Kondition und Abenteuererfahrung. Ein markierter Weg schützt dennoch nicht automatisch vor Hitze, Erschöpfung oder zu später Umkehr.

Zur genauen Route, zur ursprünglich mitgeführten Wassermenge und zum weiteren medizinischen Verlauf machte die Polizei keine Angaben. Der Fall sollte deshalb als praktische Warnung gelesen werden, nicht als nachträgliche Schuldzuweisung an einen geretteten Menschen.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

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