Polizei und HGSS holten bei Gornji Humac rund 15 transportfähige Sprengmittel an die Oberfläche. Instabile Handgranaten wurden kontrolliert in der Höhle zerstört.

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Drei Tage Arbeit unter der Erde

Spezialisten des kroatischen Innenministeriums haben vom 21. bis 23. September 2026 gemeinsam mit Höhlenrettern der HGSS Sprengmittel aus der Gustrišica auf Brač geborgen. Die Höhle liegt ungefähr 500 Meter von Gornji Humac in Richtung Selca entfernt.

Die Polizei beschreibt die Gustrišica als anspruchsvollen speleologischen Schacht mit einer Tiefe von rund 200 Metern. Deshalb brauchte der Einsatz sowohl Kampfmittelkenntnis als auch Seil-, Höhlen- und Rettungstechnik.

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Ein Erkundungsteam bestätigte den Fund schon im Juli

Die Regionalstelle für Explosivschutz in Split hatte die Höhle bereits im Juli erkundet. Dabei bestätigte sie einen Hinweis auf eine größere Zahl weggeworfener, nicht explodierter Kampfmittel, überwiegend aus dem Zweiten Weltkrieg.

Zwischen der ersten Bestätigung und der Bergung lagen damit Vorbereitung und Risikoplanung. Eine solche Höhle lässt sich nicht wie ein Fund auf offenem Boden räumen: Jeder Gegenstand musste zunächst in seiner Lage und seinem Zustand beurteilt werden.

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Rund 15 Gegenstände konnten nach oben gebracht werden

Während der Aktion stiegen speziell ausgebildete Beamte in die Höhle ab. Rund 15 verschiedene Sprengmittel wurden als transportfähig eingestuft und anschließend kontrolliert an die Oberfläche gebracht.

Beteiligt waren die zentrale Explosivschutzstelle sowie regionale Einheiten aus Zagreb und Split. Die HGSS stellte speleologisches Fachwissen und logistische Unterstützung bereit; die Polizeistation Brač sicherte den Einsatzbereich.

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Instabile Breda-Handgranaten blieben in der Höhle

Ein Teil der Funde befand sich in zu schlechtem Zustand für einen sicheren Transport. Nach Polizeiangaben handelte es sich dabei überwiegend um italienische Handgranaten des Typs Breda.

Diese Gegenstände wurden nicht nach oben gezogen, sondern unter kontrollierten Bedingungen am Höhlenboden zerstört. Das war eine fachliche Sicherheitsentscheidung und kein unkontrolliertes Explosionsereignis.

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Die 50-Kilogramm-Fliegerbombe wurde herausgeholt

Unter den Funden lag außerdem eine deutsche Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit einer Masse von ungefähr 50 Kilogramm. Sie besaß nach der Polizeimitteilung keinen aktiven Zünder.

Trotzdem wurde sie nicht in der Höhle zerstört, weil eine Detonation das Gestein zum Einsturz bringen könnte. Polizei und HGSS brachten sie an die Oberfläche; ihre spätere Vernichtung ist an einem geeigneten Ort und bei passenden Wetterbedingungen vorgesehen, insbesondere wegen der Waldbrandgefahr.

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Kein allgemeiner Gefahrenalarm für Brač

Die Meldung dokumentiert einen abgegrenzten Fachkräfteinsatz in einem tiefen Schacht. Sie enthält keine Warnung, dass Orte, Straßen, Strände oder touristische Gebiete auf Brač pauschal gefährdet seien.

Ebenso macht die Berichterstattung die Gustrišica nicht zu einem Ausflugsziel. Ein 200 Meter tiefer technischer Höhlenraum ist kein spontan zugänglicher Lost Place, und die abgeschlossene Bergung ist keine Einladung, den Bereich selbst zu erkunden.

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Wer verdächtige Munition findet, fasst sie nicht an

Kroatiens Polizei warnt grundsätzlich davor, alte Munition, Granaten oder sprengstoffverdächtige Gegenstände zu bewegen oder selbst zu einer Polizeistation zu bringen. Alter und Korrosion machen einen Gegenstand nicht harmlos.

Fundstelle und Abstand sollten gesichert werden, ohne sich dem Gegenstand weiter zu nähern. Anschließend ist die Polizei über 192 oder der Notruf 112 zu verständigen; ausgebildete Explosivschutzkräfte übernehmen Beurteilung und Entfernung.

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Was belegt ist – und was nicht behauptet werden kann

Belegt sind Lage, ungefähre Höhlentiefe, der Erkundungseinsatz im Juli, die dreitägige Bergung, rund 15 transportierte Gegenstände, die kontrollierte Vernichtung instabiler Breda-Handgranaten und die Bergung der etwa 50 Kilogramm schweren Fliegerbombe.

Nicht veröffentlicht wurden ein vollständiges Inventar aller Funde, deren genauer Ablagezeitpunkt oder die Identität der Personen, die sie einst in die Höhle brachten. Auch der konkrete Termin und Ort für die spätere Vernichtung der Fliegerbombe sind noch offen.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

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