Kroatien stellt 698.600 Euro für Stipendien und Schulprojekte bereit. Das Stipendium läuft über Arbeitgeber und bringt Pflichten mit sich. Schulen beantragen ihre Projektförderung in einem eigenen Verfahren.
Zwei Programme, nicht ein Zuschuss für alle
Das Tourismusministerium hat zwei Förderwege für den Nachwuchs vorgestellt: 408.600 Euro für Stipendien und 290.000 Euro für Projekte an Schulen. Zusammen sind das 698.600 Euro. Beide Aufrufe wurden auf der Förderseite am 12. Oktober veröffentlicht; die zusammenfassende Nachricht folgte am 13. Oktober.
Für junge Menschen klingt zunächst die Monatszahl interessant: 266 Euro. Davon trägt das Ministerium 186 Euro und der beteiligte Arbeitgeber 80 Euro. Es handelt sich weder um ein zusätzliches Monatsgehalt noch um eine frei zugängliche Zahlung an alle, die sich für Tourismus interessieren.
Der Antrag kommt vom Arbeitgeber
Das Stipendienprogramm richtet sich an zugelassene Arbeitgeber aus Gastronomie, Beherbergung, Reiseagenturen und Marinas. Sie bewerben sich um die Teilnahme und wählen geeignete Stipendiaten aus. Die Begünstigten müssen regulär eingeschriebene Schüler oder Studierende der vorgesehenen beziehungsweise begründet passenden Ausbildungsgänge sein und dürfen nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen.
Die Förderung ist für September bis Juni geregelt. Nach Vertragsabschluss umfasst die erste Auszahlung auch den bereits vergangenen Zeitraum seit September; anschließend folgen monatliche Zahlungen. Praktische Ausbildung mit Betreuung gehört zum Modell. Ein Interessent sollte daher nicht nur nach Geld, sondern nach Ausbildungsplatz, Mentor und konkreten Tätigkeiten fragen.
Mit der Förderung kommen verbindliche Pflichten
Die Richtlinie verlangt einen ordentlichen Ausbildungsverlauf und sieht nach dem Abschluss grundsätzlich mindestens drei zusammenhängende Monate Arbeit beim beteiligten Arbeitgeber vor. Eine vereinbarte Tätigkeit über den Schüler- oder Studentenservice ist unter den genannten Bedingungen ebenfalls möglich. Schon während der Ausbildung geleistete Arbeit kann nach entsprechender Vereinbarung angerechnet werden.
Wichtig ist auch der weniger werbewirksame Teil: Bei Vertragsverstößen können Rückforderungen entstehen. Die Unterlagen verlangen notariell bestätigte Blankoschuldurkunden als Sicherheit. Vor einer Unterschrift sollten Stipendiat beziehungsweise gesetzliche Vertretung die Pflichten, Sicherheiten und Folgen eines Abbruchs vollständig verstehen; die Monatszahlung allein beschreibt das Angebot nicht.
Schulen haben einen eigenen Förderweg
Für geeignete öffentliche berufsbildende, künstlerische und gemischte Sekundarschulen sind bis zu 5.500 Euro pro Einzelprojekt oder bis zu 11.000 Euro bei Zusammenarbeit von mindestens zwei Schulen vorgesehen. Träger müssen die Stadt Zagreb, eine Gespanschaft oder die Republik Kroatien sein. Eine Schule kann als Antragstellerin nur ein Projekt einreichen.
Die offizielle Förderübersicht nennt für beide Verfahren den 12. November 2026; die Aufruf-PDFs formulieren die Frist dagegen als 30 Tage ab Veröffentlichung. Deshalb frühzeitig einreichen und den verbindlichen Endtermin im Zweifel beim Ministerium bestätigen lassen. Beim Stipendienaufruf gilt zusätzlich: nur bis zur Ausschöpfung der Mittel. Eingereicht wird über eTurizam mit passender Vertretungsberechtigung. Für Schüler und Eltern ist deshalb die erste sinnvolle Frage, welcher Betrieb oder welche Schule tatsächlich teilnimmt.
Faktenlage
Quellen & Datenstand
Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.
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