Eine Ausstellung im MaxCity erzählt vom früheren Alltag Istriens. Am Samstag, 24. Oktober, kommen Handwerk, Folklore und Erzählungen dazu – ein Anlass, hinter die hübsche Oberfläche von Steinhütten und Tontöpfen zu schauen.

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Ein Samstag für eine andere Seite Istriens

„Štorije od starina“ läuft vom 19. bis 30. Oktober im MaxCity in Pula. Der Veranstalter ergänzt die Ausstellung am Samstag, 24. Oktober, um Vorführungen und Workshops. Wer auf der Halbinsel sonst vor allem nach Stränden und Aussichtspunkten sucht, bekommt damit einen konkreten Anlass, sich mit Alltagskultur zu beschäftigen.

Unser Vorschlag: nicht den ganzen Tag mit Programmpunkten füllen. Wähle ein Handwerk, das dich wirklich interessiert, und lasse Zeit für Fragen. Wie etwas gebaut oder geformt wird, lässt sich oft besser verstehen, wenn man einen Arbeitsschritt aufmerksam verfolgt, statt überall nur kurz vorbeizugehen.

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Die passenden Zeitfenster am 24. Oktober

Kažun und Trockenmauer stehen von 10:00 bis 11:00 sowie 15:00 bis 16:00 Uhr auf dem Plan; der Rakljanski lonac folgt von 14:00 bis 15:00 Uhr. Istra Inspirit erzählt von 16:00 bis 17:00 Uhr, Dialektpoesie mit Musik ist von 18:00 bis 19:00 Uhr angekündigt. Das vollständige Programm einschließlich Folklore, Quiz und Puppenwerkstätten steht beim Veranstalter.

Wer gezielt mitmachen möchte, klärt verfügbare Plätze und Teilnahmebedingungen vorab beim Center. Die Ankündigung ersetzt keine individuelle Zusage für einen Workshopplatz. Ebenso sollte man den Ausstellungszeitraum nicht als tägliche Öffnungsgarantie lesen: Die konkreten Besuchszeiten sind separat zu prüfen, insbesondere am Sonntag.

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Warum ein Kažun mehr als ein Fotomotiv ist

Die kleinen runden Steinhäuser mit kegelförmigem Dach sind mit der Arbeit auf istrischen Feldern verbunden. Das Kulturportal Istria Culture beschreibt sie als Schutzräume für Bauern und Hirten sowie zur Aufbewahrung von Werkzeug. Beim Freiräumen der Äcker fiel Stein an; daraus ließ sich ohne Mörtel eine Hütte bauen. Die Form erzählt somit auch davon, wie Menschen mit dem Material ihrer Umgebung umgingen.

Im Kažun-Park bei Vodnjan werden vier Bauphasen solcher Hütten gezeigt. Das ist ein eigener Ort und nicht der Veranstaltungsplatz in Pula. Wer nach dem Workshop weitersehen möchte, hat dort einen möglichen Anschluss für einen anderen Ausflug. Eine Vorführung im Einkaufszentrum und das Betrachten einer Konstruktion draußen beantworten unterschiedliche Fragen: einmal nach dem Handgriff, einmal nach dem ganzen Bau.

Illustrative Ansicht eines Kažun aus trocken gesetzten Steinen in einem istrischen Olivenhain
Golden Beach / OpenAI ImageGen · KI-Symbolillustration, kein bestimmter Kažun und keine Aufnahme des Programms in Pula
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Ein Topf konnte zugleich ein Tauschmaß sein

Die Töpfertradition von Rakalj verbindet Form und Gebrauch besonders anschaulich. Nach Darstellung des Tourismusverbands Marčana verarbeiteten die Handwerker Ton mit zerkleinertem Quarz zu ihren Gefäßen. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden Töpfe auch gegen Getreide und andere Vorräte getauscht; das Gefäß selbst konnte dabei das Maß für den Tausch bilden.

Der Blick auf einen solchen Topf verändert sich mit diesem Wissen. Interessant sind nicht nur Farbe und Silhouette, sondern Fragen nach Material, Haltbarkeit und Transport. Wer etwas kaufen möchte, kann deshalb nach Herkunft und Herstellung fragen, statt aus einem rustikalen Aussehen automatisch auf örtliche Handarbeit zu schließen. Für den Workshop gilt ebenfalls: zuschauen und nachfragen, bevor man ein ausgestelltes Stück anfasst.

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Ein kleiner Kulturbaustein statt eines Pflichtprogramms

MaxCity liegt in der Ulica Stoja 14A; das Center nennt unter anderem die Buslinie 1 nach Stoja für die Anreise. Für den Besuch zählt die aktuelle Verbindung, nicht eine aus einem älteren Stadtplan übernommene Uhrzeit.

Die Veranstaltung eignet sich als Ergänzung eines Pula-Tages, nicht als Beweis, man habe damit ganz Istrien kennengelernt. Dialekt, Steinbau und Töpferei bieten drei sehr verschiedene Zugänge. Am meisten bleibt vielleicht eine Frage hängen, die man später im Dorf, in einem Museum oder bei einer Werkstatt wieder aufgreift. Genau dafür kann ein überschaubarer Nachmittag der richtige Anfang sein.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

  1. Putovanje kroz povijest i običaje IstreMaxCity Pula · 13. Oktober 2026; geprüft 21. OktoberAusstellung, Samstagsprogramm, Adresse und Anreisehinweise; keine bestätigte Anmelde- oder Eintrittsregel
  2. The Kažun ParkIstria Culture / Tourismusverband Istrien · geprüft 21. Oktober 2026Trockenbau, historische Nutzung und vier Bauphasen im Park bei Vodnjan
  3. Lončarstvo u RakljuTourismusverband Marčana · geprüft 21. Oktober 2026Material und Tauschhandel der Töpfertradition von Rakalj
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