Die Stadt Rijeka erwartet das historische Schiff am 17. Oktober zurück am Wellenbrecher. Der Werftaufenthalt ist beendet; für einen Museumsbesuch fehlen aber noch Sicherheitsfreigabe und Ausstellung.
Was nach der Werft folgt
Die Galeb soll am Samstag, 17. Oktober, zwischen 12 und 13 Uhr an ihren dauerhaften Liegeplatz am Riječki lukobran zurückkehren. Das kündigte die Stadt am Freitag nach Abschluss der Arbeiten bei Viktor Lenac an. Die Meldung bestätigt die fertige Reparatur, nicht die bereits erfolgte Ankunft.
Danach folgen abschließende Sicherheitsprüfungen und das erforderliche Zertifikat des kroatischen Schiffsregisters. Parallel wird die Museumsausstellung eingerichtet. Die Stadt strebt eine Eröffnung bis Ende 2026 an; einen Besuchstermin gibt es noch nicht. Aus Sicherheitsgründen ist der Zutritt derzeit nicht möglich.
Reparatur und Regelprüfung sind zwei Kostenblöcke
Das Schiff war am 13. Februar bei einer Kollision mit der Deniz Akay beschädigt und am 25. September zur Werft geschleppt worden. Zugleich stand die vorgeschriebene fünfjährige Rumpfprüfung an.
Die Stadt nannte im September Angebote von 386.866,25 Euro einschließlich Mehrwertsteuer für die Kollisionsreparatur und 470.633,75 Euro für Prüfung und weitere Arbeiten. Die Reparatur soll nach ihrer Darstellung die Versicherung des Unfallverursachers tragen. Das ist weder ein Zahlungsnachweis noch eine Schlussrechnung. Die Werft erklärte nun, der Endwert der Arbeiten liege unter dem Angebot; eine abschließende Summe veröffentlichte die Stadt nicht.
Mehr als Titos Reiseschiff
Die Geschichte der Galeb beginnt 1938 in Genua als Fruchtfrachter Ramb III. Es folgten italienischer Kriegsdienst und der Umbau zum deutschen Minenleger Kiebitz. 1944 sank das Schiff in Rijeka, 1947 wurde es gehoben. Später diente es als jugoslawisches Schulschiff und für Titos Staatsreisen, darunter die Fahrt nach London 1953.
Das Stadtmuseum beschreibt damit eine Biografie, die weit über repräsentative Salons hinausreicht. Seit 2006 steht das Schiff unter Denkmalschutz. Die geplante museale Nutzung kann diese wechselnden Rollen zugänglich machen – die abgeschlossene Reparatur allein erzählt sie noch nicht.
Für einen Besuch noch nicht fest einplanen
Wer jetzt nach Rijeka fährt, sollte aus der Rückkehrankündigung keinen Museumsbesuch machen. Erst eine ausdrücklich veröffentlichte Öffnung mit Zeiten und Zugangsbedingungen ist dafür eine verlässliche Grundlage. Bis dahin bleibt die Galeb ein künftiges Kulturziel, kein bereits buchbarer Programmpunkt.
Faktenlage
Quellen & Datenstand
Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.
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