Von Juni bis August behandelte das Krankenhaus Zadar 21.986 Erwachsene und 5.360 Kinder in seinen Notaufnahmen. Die Saison belastet das System – doch die Bilanz sagt weder, dass alle Patienten Touristen waren, noch dass jeder Besuch vermeidbar war.

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Drei Monate, zwei Notaufnahmen, 27.346 Behandlungen

Das Allgemeine Krankenhaus Zadar hat für Juni, Juli und August insgesamt 27.346 Behandlungen in seinen Notaufnahmen gemeldet. Davon entfielen 21.986 auf Erwachsene und 5.360 auf die pädiatrische Aufnahme.

Die Summe beschreibt Fälle beziehungsweise Behandlungen, nicht zwingend 27.346 verschiedene Menschen. Sie zeigt vor allem, wie stark die zentrale Akutversorgung in der Hauptsaison beansprucht wird. Ohne Vergleich für alle drei Monate lässt sich daraus jedoch kein sauberer prozentualer Jahresanstieg berechnen.

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Im August stiegen die Zahlen bei Erwachsenen und Kindern

Für den August nennt das Krankenhaus 8.176 erwachsene Patienten nach 7.782 im August 2025. 896 von ihnen wurden stationär aufgenommen; das entspricht 10,96 Prozent. In der pädiatrischen Notaufnahme stieg die Zahl von 1.837 auf 2.095, davon wurden 77 Kinder aufgenommen – 3,68 Prozent.

Diese Aufnahmequoten beschreiben den Übergang von der Notaufnahme auf eine Station. Sie sind kein Maß dafür, wie ernst jeder nicht aufgenommene Fall war: Auch Verletzungen, akute Beschwerden oder Untersuchungen können dringlich sein und nach Behandlung ohne Krankenhausbett enden.

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Die Klinik spricht von Saisonandrang – nicht von 27.346 Touristen

Das Krankenhaus ordnet den starken Zulauf der Tourismussaison und der wachsenden Zahl von Menschen in der Region zu. In der veröffentlichten Bilanz fehlen aber Nationalität, Wohnort und Reisezweck der Patienten. Einheimische, Saisonbeschäftigte und Urlauber werden dort nicht getrennt ausgewiesen.

Ebenso fehlt eine Aufschlüsselung nach Diagnosen. Aus der Gesamtsumme lässt sich deshalb weder eine Rangliste typischer Urlaubserkrankungen noch die Behauptung ableiten, die Notaufnahme sei überwiegend von Touristen genutzt worden. Beides wäre mehr, als die Klinik veröffentlicht hat.

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Triage sortiert nach Dringlichkeit, nicht nach Ankunftszeit

In einer Notaufnahme entscheidet die medizinische Ersteinschätzung darüber, wer zuerst behandelt werden muss. Ein später eingetroffener lebensbedrohlicher Fall kann deshalb vor einem bereits wartenden Patienten aufgerufen werden. Langes Warten ist belastend, aber nicht automatisch ein Zeichen, dass niemand arbeitet.

Umgekehrt beweist eine Entlassung nach der Untersuchung nicht, dass der Besuch unnötig war. Die Aufgabe der Notaufnahme ist gerade, gefährliche Verläufe zu erkennen, zu stabilisieren oder auszuschließen. Die veröffentlichte Statistik erlaubt keine nachträgliche Bewertung einzelner Entscheidungen.

Eine Reisende fragt in einer symbolisch dargestellten Küstenambulanz nach medizinischer Hilfe
Golden Beach / OpenAI ImageGen · redaktionelles Symbolbild
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Bei plötzlichen schweren Beschwerden gelten 194 und 112

Der kroatische Gesundheitsnotruf ist unter 194 erreichbar; auch die europäische Notrufnummer 112 kann Hilfe organisieren. Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot, starken Brustschmerzen, schweren Verletzungen, heftigen Blutungen oder anderen plötzlich lebensbedrohlichen Beschwerden sollte nicht erst nach einer normalen Praxis gesucht werden.

Wer unsicher ist, ob eine akute Situation ein Notfall ist, darf ebenfalls anrufen und den Zustand schildern. Wichtig sind ein möglichst genauer Standort, eine Rückrufnummer und eine kurze Beschreibung dessen, was passiert ist. Medizinische Dringlichkeit lässt sich nicht zuverlässig aus einer Magazinliste diagnostizieren.

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Für nicht lebensbedrohliche Beschwerden gibt es andere Türen

Bei leichten, seit längerem bestehenden oder klar nicht lebensbedrohlichen Beschwerden kommen Hausarzt, Bereitschaftsdienst oder eine für Gäste eingerichtete Ambulanz infrage. Das Krankenhaus verweist für die Region auf die Plattform ZDoctor, die erreichbare touristische und allgemeinmedizinische Anlaufstellen zusammenführt.

Öffnungszeiten und saisonale Angebote können sich ändern. Deshalb nennt dieser Artikel keine starre Praxistabelle: Die Liveübersicht sollte am selben Tag geprüft werden. Wer eine private Praxis wählt, klärt außerdem möglichst vor der Behandlung, ob und wie abgerechnet wird.

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Die praktische Entscheidung fällt vor der Fahrt

Für Reisende ist die wichtigste Trennung einfach: Bei plötzlicher ernster Gefahr 194 oder 112, bei nicht dringlichen Beschwerden zunächst eine passende geöffnete Praxis suchen. Das entlastet die Notaufnahme, ohne echte Notfälle kleinzureden.

Ausweis, Versicherungsnachweis und eine Liste wichtiger Medikamente helfen bei der Aufnahme, wenn sie schnell erreichbar sind. Entscheidend bleibt aber der Zustand des Menschen – Papier darf einen notwendigen Notruf niemals verzögern.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

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