Ein Vertrag über 11,1 Millionen Euro umfasst rund 400 Meter Hafen, drei Schwimmpontons, 100 kommunale Liegeplätze und die Zufahrt. Der Bau ist vergeben – Beginn, Verkehrsphasen und Platzvergabe bleiben offen.
Der Bauvertrag ist unterzeichnet
Die Gespanschaft Primorje-Gorski kotar meldete am 14. September die Unterzeichnung des Bauvertrags für die Rekonstruktion der Hafenanlage Rab und ihrer Zufahrt. Auftraggeber ist die Županijska lučka uprava Rab; als Auftragnehmer nennt die Mitteilung GP Krk d.d. und BSK Commerce d.o.o.
Der Vertragswert beträgt exakt 11.101.448,60 Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Das ist ein konkreter Bauauftrag und damit mehr als eine Absichtserklärung. Einen belastbaren Tag für den Baubeginn oder die Freigabe nennt die veröffentlichte Mitteilung jedoch nicht.
Drei Pontons bringen 100 kommunale Liegeplätze
Im Hafen sollen drei Schwimmpontons mit insgesamt 100 neuen kommunalen Liegeplätzen entstehen. Der Auftrag umfasst nach Angaben der Gespanschaft rund 400 Meter Hafenbereich und zugehörige Infrastruktur.
Kommunale Liegeplätze dienen der örtlichen Versorgung. Sie sind nicht mit frei buchbaren Gastplätzen einer Marina gleichzusetzen. Wer einen Liegeplatz erhält, nach welchen Kriterien vergeben wird und wann Anträge möglich sind, ist in den veröffentlichten Unterlagen noch nicht erklärt.
Der Umbau reicht bis auf die Zufahrtsstraße
Das Projekt endet nicht an der Kaikante. Einbezogen sind rund 850 Meter der kommunalen Straße RB1 vom Bereich DM bis Slavija sowie die Erneuerung des Straßenbelags von Slavija bis Rt sv. Ante.
Außerdem nennt die Projektbeschreibung Arbeiten an Wasser-, Abwasser- und elektronischer Kommunikationsinfrastruktur. Für Einwohner, Lieferverkehr und Gäste liegt der unmittelbare Alltagseffekt deshalb nicht nur im Hafen, sondern auch auf der Zufahrt.
11,1 Millionen Euro sind nicht das gesamte Projektvolumen
Das Verkehrsministerium bezifferte das gesamte Vorhaben beim Fördervertrag vom Mai 2025 auf mehr als 14,3 Millionen Euro. Der jetzt gemeldete Betrag von 11,1 Millionen Euro bezeichnet dagegen den unterzeichneten Vertrag für die Bauarbeiten einschließlich Mehrwertsteuer.
Beide Zahlen gehören zum selben Projekt, messen aber nicht dasselbe. Planung, Aufsicht oder andere Projektbestandteile können im Gesamtvolumen enthalten sein, ohne Teil des aktuellen Bauvertrags zu sein. Eine Addition der beiden Summen wäre daher falsch.
15 Monate stehen im Beschaffungsplan
Der Beschaffungsplan der Hafenverwaltung sieht für die Bauleistung eine Vertragsdauer von 15 Monaten vor. Diese Angabe beschreibt den geplanten Ausführungsrahmen des Auftrags.
Sie ist kein veröffentlichtes Eröffnungsdatum. Ohne bestätigten Beginn, mögliche Bauphasen und spätere Abnahmen lässt sich daraus kein seriöser Kalendertag für die Fertigstellung berechnen.
Verkehrsführung und Hafenzugang sind noch offen
Für Anwohner und Reisende sind die nächsten entscheidenden Informationen noch nicht veröffentlicht: Wann werden welche Straßenabschnitte bearbeitet? Bleibt der Hafen durchgehend erreichbar? Wo laufen Fußgänger, Lieferverkehr und Fahrzeuge während der einzelnen Phasen?
Solange dazu keine amtliche Baustelleninformation vorliegt, ist weder eine Vollsperre noch eine stets freie Zufahrt belegt. Vor einer Fahrt in den Hafenbereich sollten deshalb die aktuellen Hinweise von Stadt, Hafenverwaltung und HAK geprüft werden.
Warum das Projekt für Rab mehr als Kosmetik ist
Hundert kommunale Liegeplätze können den Alltag örtlicher Bootseigner verändern, während Leitungs- und Straßenarbeiten einen lange genutzten Stadtraum neu ordnen. Der Nutzen hängt aber daran, wie Zugang, Vergabe und Betrieb später tatsächlich organisiert werden.
Auch für Besucher ist die Trennung wichtig: Ein erneuerter Hafen kann Wege und Ankunft verbessern, verspricht aber weder zusätzliche touristische Liegeplätze noch eine störungsfreie Bauzeit.
Was belegt ist – und was offenbleibt
Belegt sind der unterzeichnete Bauvertrag über 11.101.448,60 Euro einschließlich Mehrwertsteuer, rund 400 Meter Hafen, drei Schwimmpontons, 100 kommunale Liegeplätze, Arbeiten an rund 850 Metern Zufahrtsstraße und die vorgesehene Vertragsdauer von 15 Monaten.
Offen bleiben Baubeginn, konkrete Bauabschnitte, Verkehrsführung, Zugang zum Hafen, Fertigstellungstermin und die spätere Vergabe der Liegeplätze. Diese Punkte werden nicht aus dem Vertragswert oder allgemeinen Projektbeschreibungen abgeleitet.
État des faits
Sources et date
Les sources étayent les faits. Les conseils et indications de planification relèvent de l’analyse éditoriale de Golden Beach.
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