Die Polizei verdächtigt drei Männer, Bau-, Haus- und Sperrmüll illegal bei Blizna Gornja abgeladen zu haben. Zwei Lastwagen wurden vorläufig sichergestellt; Menge, Schaden und Räumungsplan sind offen.
Was die Polizei den drei Männern vorwirft
Die Polizeistation Trogir hat Ermittlungen gegen einen 66-Jährigen, einen 48-Jährigen und einen 43-Jährigen abgeschlossen. Es besteht der Verdacht einer Gefährdung der Umwelt durch Abfall. Eine Verurteilung liegt damit nicht vor.
Der 66-Jährige soll als Verantwortlicher eines Unternehmens den 48-jährigen Beschäftigten angewiesen haben, Abfälle von Baustellen in den Gespanschaften Split-Dalmatien und Šibenik-Knin nach Blizna Gornja zu bringen und dort illegal abzuladen.
30 plus 20 meint Fahrten, nicht Tonnen
Von Januar 2025 bis August 2026 soll diese erste Gruppe mindestens dreißigmal Bau-, Kommunal- und Sperrmüll an dem Ort abgeladen haben. Der 43-jährige Inhaber eines Gewerbebetriebs soll 2026 mindestens zwanzig weitere Transporte mit Bau- und anderem Abfall dorthin gebracht haben.
Die addierten fünfzig Vorgänge sind Ablagerungsfahrten oder -anlässe. Die Polizeimeldung nennt weder Gesamtgewicht noch Volumen. Aus der Zahl darf daher keine Tonnage hochgerechnet werden.
Zwei Fahrzeuge sind sichergestellt
Im Zuge der Ermittlungen wurden zwei Lastwagen, die für den Transport genutzt worden sein sollen, vorläufig beschlagnahmt. Die Polizei kündigt eine Strafanzeige bei der zuständigen kommunalen Staatsanwaltschaft in Split an.
Parallel setzt das Staatsinspektorat Maßnahmen aus seinem Zuständigkeitsbereich fort. Welche Verwaltungsanordnungen bereits ergangen sind und wer eine Räumung bezahlt, wird in der Veröffentlichung nicht erläutert.
Was über Umweltfolgen offen bleibt
Die Abfallarten werden allgemein beschrieben, doch Laborbefunde, Boden- oder Wasseranalysen und ein konkret festgestellter Schaden fehlen. Ebenso wenig nennt die Polizei eine unmittelbare Gefahr für Wohnhäuser, Trinkwasser oder Besucher.
Das relativiert den Verdacht illegaler Ablagerung nicht. Es verhindert nur, aus einer Strafverfahrensmeldung eine unbelegte Gesundheits- oder Umweltwarnung für den gesamten Raum Trogir zu machen.
Woran sich der Fall weiter entscheidet
Die nächsten belastbaren Schritte sind die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, mögliche Anordnungen des Inspektorats, eine vermessene Abfallmenge sowie ein öffentlich nachvollziehbarer Sicherungs- oder Räumungsplan.
Wer eine verdächtige Ablagerung beobachtet, sollte Ort, Zeitpunkt und sichere Beobachtungen dokumentieren und sie Polizei oder zuständiger Inspektion melden. Eigenmächtiges Betreten, Durchsuchen oder Konfrontieren kann Beweise, Gesundheit und Sicherheit gefährden.
Faktenlage
Quellen & Datenstand
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