Zadar gehört zu acht Städten in der Kategorie von 25.000 bis 100.000 Einwohnern. Erst nach den Präsentationen am 18. und 19. November in Brüssel werden die Gewinner bekannt gegeben.

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Die Shortlist ist ein Erfolg, aber noch kein Titel

Die Europäische Kommission hat Zadar am 8. September als einen von acht Finalisten der zweiten Größenkategorie bekannt gegeben. In dieser Kategorie treten europäische Destinationen mit 25.000 bis 100.000 Einwohnern an.

Die Auswahl bestätigt, dass Zadars Bewerbung die erste Bewertungsrunde überstanden hat. Sie macht die Stadt weder zum Gewinner noch zur bereits feststehenden Europäischen Tourismushauptstadt 2027.

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Sieben andere Städte stehen im selben Finale

Neben Zadar wurden Calais, Calvià, Geestland, Ibiza, Nova Gorica, Sandanski und Selçuk ausgewählt. Insgesamt gingen für diese Kategorie und das parallel vergebene Großstadtformat 40 Bewerbungen aus 17 Ländern ein.

Die acht Namen sind keine Rangliste. Die Kommission hat weder einen Zwischenstand noch Punkte veröffentlicht. Aus der Reihenfolge in der Mitteilung lässt sich keine Favoritenrolle ableiten.

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Vier Bewertungsfelder entscheiden

Die Jury betrachtet Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit, Digitalisierung sowie Kulturerbe, Kreativität und lokales Talent. Gesucht wird nicht nur eine attraktive Altstadt, sondern ein übertragbarer Plan für einen zeitgemäßen Tourismus.

Für Zadar bedeutet das, Besucherlenkung, Zugang, digitale Dienste und lokale Identität als zusammenhängendes Konzept zu zeigen. Welche konkreten Projekte die Stadt in Brüssel präsentieren wird, steht in der Kommissionsmitteilung nicht.

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Der Wettbewerbsname ist 2027 neu gebündelt

European Capitals of Tourism ist die neue Dachbezeichnung für zwei bereits bekannte EU-Wettbewerbe. Die Kategorie für kleinere Destinationen führt das bisherige Green-Pioneer-Format fort; parallel wird eine größere europäische Smart-Tourism-Destination ausgezeichnet.

Laut Kommission ändern sich Regeln und Preise durch die neue gemeinsame Marke nicht. Der Plural im Namen bedeutet daher nicht, dass alle Finalisten automatisch einen Titel erhalten.

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Brüssel ist die nächste entscheidende Station

Die Finalisten präsentieren ihre Bewerbung am 18. und 19. November 2026 vor einer europäischen Jury in Brüssel. Erst danach werden die Gewinner für 2027 bekannt gegeben.

Bis dahin ist jede Formulierung wie ‚Zadar gewinnt‘ oder ‚Zadar ist Tourismushauptstadt‘ verfrüht. Belastbar sind Finalstatus, Kategorie, Kriterien und Jurytermin – nicht das Ergebnis.

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Für Reisende ändert sich heute noch nichts

Die Nominierung bringt keine neue Eintrittskarte, keinen Rabatt und keine unmittelbare Verkehrsregel. Sehenswürdigkeiten, Fahrpläne und Besuchsbedingungen in Zadar bleiben von der Shortlist zunächst unberührt.

Sollte Zadar gewinnen, folgen Sichtbarkeit, Austausch und ein Programmjahr. Welche Maßnahmen daraus konkret entstehen würden, lässt sich vor der Juryentscheidung nicht seriös versprechen.

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Warum die Bewerbung trotzdem relevant ist

Zadar steht damit in einem europäischen Vergleich, der mehr verlangt als wachsende Gästezahlen. Die Kriterien richten den Blick auf die Frage, wie Tourismus für Bewohner, Menschen mit Einschränkungen, lokale Kultur und Umwelt besser funktionieren kann.

Genau daran wird sich der Wert einer möglichen Auszeichnung messen lassen. Der Titel wäre ein Signal; entscheidend bliebe, ob angekündigte Lösungen im Alltag der Stadt sichtbar und überprüfbar werden.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

  1. European Commission announces shortlisted cities for the European Capitals of Tourism 2027Europäische Kommission · 8. September 2026Finalisten, Bewerbungszahlen, Größenkategorie, Kriterien, Präsentationstermine und neuer Dachname des Wettbewerbs
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