Am 12. September fährt ein Robotik-Demokonvoi von Zadar nach Kukljica. Die Vorführungen an Land und auf dem Wasser sind öffentlich – ein Platz auf den Konvoi-Booten ist damit aber nicht automatisch frei.
Aus der Konferenz wird am Samstag ein Labor auf dem Meer
Die Robotik-Konferenz MIPRO RDDC endet am Samstag, 12. September, nicht in einem Hörsaal. Ihr Robot-Drone Demo Convoy soll vom Jachtklub Uskok in Zadar nach Kukljica auf Ugljan fahren und dort Robotik auf dem Wasser, unter Wasser, in der Luft und an Land vorführen.
Das veröffentlichte Programm beginnt um 8 Uhr mit dem Treffen in Zadar. Für 9:30 Uhr ist die Abfahrt des Konvois vorgesehen, gegen 11 Uhr soll er vor Kukljica ankern. Um 11:30 Uhr folgt die maritime Demonstration, nach dem Anlegen ab 13 Uhr das Landprogramm und um 14 Uhr eine öffentliche Gesprächsrunde über künstliche Intelligenz und Robotik. Die Rückfahrt ist für 17 Uhr geplant.
Öffentlich heißt nicht: freier Platz auf einem Boot
Die Vorführungen in und vor Kukljica sind als öffentlicher Teil des Programms angekündigt. Davon zu unterscheiden ist die Mitfahrt im Konvoi. Die Veranstalter rechnen mit zehn bis zwanzig Booten für Konferenzteilnehmer und geladene Gäste; eine frei verfügbare Personenbeförderung wird nicht zugesagt.
Wer mit einem eigenen oder gemieteten Boot teilnehmen möchte, muss sich nach Angaben des Veranstalters anmelden. Auch dann gelten die normalen Verantwortlichkeiten von Skipper und Charterer. Für Besucher ohne bestätigten Bootsplatz ist deshalb Kukljica der verlässlichere Zielpunkt – nicht der Jachtklub am Morgen.
Das autonome Boot fährt nicht einfach allein los
Auf dem Wasser soll ein USV gezeigt werden, ein unbemanntes Oberflächenfahrzeug. Solche Systeme können einen vorgegebenen Kurs abfahren, Messgeräte tragen und Daten von Orten liefern, an denen ein bemanntes Boot unnötig aufwendig oder riskant wäre.
Autonom bedeutet bei einer Demonstration trotzdem nicht unbeaufsichtigt. Strecke, Wetter, andere Fahrzeuge und ein sicherer Abbruch bleiben Teil der Arbeit des Teams. Aus einer Vorführung lässt sich deshalb weder eine sofort einsatzbereite Linienanwendung noch die Freigabe für einen unbeobachteten Alltagsbetrieb ableiten.
Die Drohne soll eine Wasserprobe aufnehmen
Zum Programm gehört außerdem eine Flugdrohne, die ein kleines Probenahmesystem zum Wasser bringt. Der interessante Teil ist weniger das Fliegen als die Verbindung zweier Arbeitsschritte: Ein schwer zugänglicher Punkt kann angesteuert und dort Material für eine spätere Untersuchung gewonnen werden.
Eine sichtbar entnommene Probe ist noch kein amtlicher Befund zur Badewasserqualität. Dafür braucht es ein festgelegtes Messprogramm, eine nachvollziehbare Probenkette und eine Laboranalyse. Der Demotag zeigt eine technische Möglichkeit – er ersetzt keine behördliche Messstelle.
Der Tauchroboter liefert Bilder unter der Oberfläche
Ein kabelgebundener ROV soll unter Wasser eingesetzt werden. Über die Verbindung zum Bedienplatz lassen sich Kamerabilder live übertragen und Bewegungen kontrollieren. Das eignet sich etwa für Inspektionen, Dokumentation oder Forschung, ohne dass für jeden Blick ein Mensch tauchen muss.
Die Leine ist dabei Datenweg, Energieversorgung und Sicherung zugleich. Genau deshalb braucht eine Vorführung ausreichend Abstand zu Schwimmern, Propellern und fremden Booten. Besucher sollten die abgesperrten Arbeitsbereiche respektieren und nicht versuchen, dem Gerät schwimmend oder mit dem eigenen Boot zu folgen.
Tonka, Jože und ein Roboterhund kommen an Land
Nach dem Anlegen wechselt das Programm an Land. Angekündigt sind die humanoiden Roboter Tonka und Jože sowie ein Roboterhund. Damit wird der Tag bewusst breiter als eine reine Bootsmesse: Er zeigt, wie unterschiedlich Maschinen wahrnehmen, sich bewegen und mit Menschen interagieren können.
Die öffentliche Gesprächsrunde um 14 Uhr ist der ruhigere Gegenpol zur Vorführung. Dort lassen sich Fragen zu Nutzen, Grenzen und Verantwortung eher klären als im kurzen Moment einer technischen Aktion. Das Programm verspricht Anschauung – keine fertige Antwort auf jede Anwendung von KI und Robotik.
Für die Anreise zählt der letzte Programmcheck
Ein maritimer Zeitplan bleibt wetterabhängig. Wind, Welle, Hafensituation oder technische Vorbereitung können einzelne Zeiten und Abläufe verändern. Wer gezielt wegen einer Vorführung anreist, sollte deshalb am Vortag und am Morgen noch einmal die offizielle MIPRO-Seite prüfen.
Vor Ort gilt dasselbe wie bei jedem Arbeitseinsatz am Wasser: Abstand halten, Anweisungen der Organisation beachten und Wege für Technik und Einsatzpersonal freilassen. So bleibt der Tag das, was er sein soll – eine zugängliche Demonstration, kein Gedränge um ungewöhnliche Geräte.
Faktenlage
Quellen & Datenstand
Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.
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