Die Staatsanwaltschaft untersucht Zahlungen eines Unternehmens aus Kostrena an zwei Auslandskonten. Im Raum steht ein mutmaßlicher Schaden von 8,99 Millionen Euro. Die Ermittlungsentscheidung ist kein Schuldspruch.

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Was amtlich mitgeteilt wurde

Die Gespanschaftsstaatsanwaltschaft Rijeka hat Ermittlungen gegen eine kroatische Staatsbürgerin wegen des Verdachts auf Missbrauch des Vertrauens im Geschäftsverkehr eingeleitet. Laut Mitteilung soll sie als Vorstandsvorsitzende eines Unternehmens mit Sitz im Raum Kostrena im März sieben Überweisungen auf zwei Bankkonten außerhalb Kroatiens freigegeben und angeordnet haben.

Der Vorwurf lautet, dass dies entgegen internen Regeln und ohne angemessene vorherige Prüfung geschah. Unbekannte Personen sollen das Geld anschließend weitertransferiert haben. Die Behörde beziffert den vermuteten Vermögensschaden auf 8.988.860 Euro. Sie nennt in dieser Mitteilung weder die Person noch das Unternehmen beim Namen.

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Verdacht, Zahlungsweg und Schuld sind verschiedene Fragen

Die Veröffentlichung vom 12. Oktober beschreibt einen Ermittlungsstand. Sie ist kein Urteil und erklärt auch nicht abschließend, wer die späteren Empfänger waren oder ob Geld zurückgeholt wurde. Für die Beschuldigte gilt die Unschuldsvermutung.

Aus einer Überweisung ins Ausland folgt für sich genommen kein Fehlverhalten. Entscheidend sind im beschriebenen Vorwurf die Freigabe, die Prüfung und die behauptete Missachtung interner Regeln. Ebenso wenig darf aus der Nachricht eine allgemeine Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens abgeleitet werden.

Symbolbild einer telefonischen Rückfrage beim Prüfen einer Zahlungsanforderung
Golden Beach / OpenAI ImageGen · KI-Symbolbild, keine reale Transaktion oder beteiligte Person
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Der praktische Blick auf Zahlungsanweisungen

Unabhängig von diesem Fall unterscheidet die kroatische Polizei mehrere bekannte Betrugsformen: Bei einer sogenannten CEO-Masche geben sich Täter als Vorgesetzte aus; beim Rechnungsbetrug etwa als Lieferanten, die neue Kontodaten verlangen. Diese allgemeinen Warnungen sind keine Feststellung, welche Methode im Kostrena-Fall tatsächlich angewendet wurde.

Das staatliche Informationsportal empfiehlt, Zahlungsanforderungen und Änderungen von Bankdaten über bereits bekannte Kontakte zu bestätigen. Eine Telefonnummer aus der gerade eingegangenen Änderungsnachricht ist dafür kein unabhängiger Kontrollweg. Für größere Zahlungen sollen Empfänger und Konto eigens verifiziert werden; klare interne Abläufe helfen dabei, ungewöhnlichen Zeitdruck nicht zur Abkürzung werden zu lassen.

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Auch für kleine Betriebe relevant

Eine Ferienwohnungsverwaltung, ein Charterbetrieb oder ein Restaurant muss keine Millionen überweisen, um von einer falschen Zahlungsanweisung betroffen zu sein. Wer im Alltag Rechnungen freigibt, sollte deshalb vorher wissen, wer Änderungen bestätigen darf und wie im Zweifel rückgefragt wird.

Der Nutzen dieser Nachricht liegt nicht in einer vorschnellen Schuldzuweisung. Er liegt in der Erinnerung, dass eine überzeugende Nachricht und eine ordnungsgemäß geprüfte Zahlung zwei verschiedene Dinge sind. Die konkrete strafrechtliche Bewertung bleibt Sache des Verfahrens.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

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  2. Internet prijevareRavnateljstvo policije · Präventionsinformation; geprüft am 13. Oktober 2026Allgemeine Unterscheidung von CEO- und Rechnungsbetrug, nicht die Aufklärung dieses Einzelfalls
  3. Računalne prijevaregov.hr · Präventionsinformation; geprüft am 13. Oktober 2026Unabhängige Kontaktprüfung, Bestätigung geänderter Konten und interne Zahlungsabläufe
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