Freiwillige und Taucher holten an Delta und Žakalj 13 Kubikmeter Abfall aus Fluss und Uferbereich. Die ungewöhnlichen Funde zeigen den Weg von Stadtmüll zum Meer – sind aber keine Messung der gesamten Rječina.

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Die Aktion brachte 13 Kubikmeter ans Ufer

Mehr als 170 Freiwillige und Taucher beteiligten sich an einer Reinigung der Rječina in Rijeka. Nach Angaben der Stadt wurden 13 Kubikmeter Abfall mit einem Gesamtgewicht von 3.320 Kilogramm entfernt. Gearbeitet wurde an zwei sehr unterschiedlichen Abschnitten: am Delta nahe dem Meer und flussaufwärts bei Žakalj.

Volumen und Gewicht beschreiben denselben geborgenen Abfall aus zwei Perspektiven. Sie dürfen nicht addiert werden. Ebenso wenig ist 3,3 Tonnen eine Schätzung für den gesamten Fluss: Die Zahl gehört ausschließlich zu dieser Aktion, ihren Orten und dem eingesammelten Material.

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Das Delta lieferte den größten Gewichtsanteil

Am Delta kamen acht Kubikmeter beziehungsweise 2.700 Kilogramm zusammen. Bei Žakalj waren es fünf Kubikmeter und 620 Kilogramm. Dass ein kleinerer Volumenunterschied mit einem viel größeren Gewichtsunterschied einhergeht, zeigt die Verschiedenheit der Funde und Materialien.

Die Aufteilung sagt nicht, dass der eine Abschnitt grundsätzlich stärker verschmutzt ist. Zugänglichkeit, Sicht, Wassertiefe, Strömung und die ausgewählten Suchflächen beeinflussen, was an einem Aktionstag gefunden werden kann. Für einen belastbaren Ortsvergleich wären wiederholte, standardisierte Erhebungen nötig.

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Vier Boote und sechs E-Scooter lagen im Fluss

Die Fundliste ist ungewöhnlich konkret: vier Boote, sechs elektrische Tretroller, ein Motorroller, ein Fahrrad, drei Batterien, Reifen, Glas und Fischereiausrüstung. Gerade große Gegenstände machen sichtbar, dass Flussmüll nicht nur aus Verpackungen besteht.

Woher jedes Stück kam und wie lange es im Wasser lag, ist aus der Mitteilung nicht ableitbar. Ein E-Scooter kann absichtlich hineingeworfen, bei Hochwasser verlagert oder von einem anderen Abschnitt angeschwemmt worden sein. Die Bergung dokumentiert den Fund, nicht automatisch die Tat oder ihren Verursacher.

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Nach zwei Küstenaktionen ging es erstmals an den Fluss

Die beteiligte Initiative hatte zuvor zwei Reinigungen an der Küste organisiert und verlagerte ihren Schwerpunkt nun erstmals auf die Rječina. Diese Reihenfolge ist in Rijeka besonders sinnvoll: Der kurze Fluss mündet direkt im Stadtgebiet in die Kvarner-Bucht.

Was im Fluss verbleibt, kann bei höherem Wasserstand oder Starkregen weitertransportiert werden. Eine Flussreinigung ist deshalb auch Meeresschutz. Sie ersetzt aber weder regelmäßige Abfallentsorgung noch Kontrollen an bekannten Ablagerungsstellen und technische Barrieren, wo diese ökologisch und hydraulisch sinnvoll sind.

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Taucher erreichen, was vom Ufer unsichtbar bleibt

Unter Wasser lagern schwere Gegenstände, Schnüre, Glas und Metall, die vom Ufer aus kaum erkennbar sind. Taucher können solche Funde markieren und bergen, brauchen dafür aber Sicherung, Oberflächenunterstützung und einen geplanten Abtransport. Eine spontane private Nachahmung ist keine gute Idee.

Batterien und unbekannte Behälter gehören in fachkundige Hände. Wer Abfall in einem Fluss entdeckt, meldet Ort, Art und mögliche Gefahr an Stadt, kommunalen Dienst oder 112 bei einer unmittelbaren Gefahr. Selbst in Strömung zu steigen oder schwere Objekte herauszuziehen kann Menschen und Gewässer zusätzlich gefährden.

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Ein Aktionstag ist sichtbar, Prävention bleibt leiser

Die geborgenen Boote und Fahrzeuge erzeugen starke Bilder. Dauerhafte Wirkung entsteht jedoch erst, wenn Fundorte ausgewertet, Wiederholungsstellen kontrolliert und Entsorgungswege verbessert werden. Dazu gehören erreichbare Sammelstellen ebenso wie klare Zuständigkeiten und Sanktionen bei illegaler Ablagerung.

Die Mitteilung enthält keine Zeitreihe, aus der sich eine Verbesserung oder Verschlechterung ablesen ließe. Auch die Behauptung, die Rječina sei nun sauber, wäre zu groß. Belegt ist ein erheblicher konkreter Abtransport und die Zusammenarbeit vieler Beteiligter.

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So bleibt die Zahl journalistisch ehrlich

3.320 Kilogramm sind eine gewogene Erfolgsbilanz dieser Reinigung. Sie sind weder der jährliche Eintrag in die Adria noch die Restmenge im Fluss. Das Volumen von 13 Kubikmetern hilft zusätzlich, den logistischen Umfang zu verstehen, ersetzt aber keine Analyse der Zusammensetzung.

Der nächste belastbare Schritt wäre eine weitere dokumentierte Aktion mit vergleichbarer Methodik oder eine kommunale Auswertung der Fundschwerpunkte. Bis dahin bleibt die wichtigste Erkenntnis anschaulich: Was im Stadtfluss landet, ist vom Meer nur noch wenige Kilometer entfernt.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

  1. Više od 170 sudionika uklonilo 3,3 tone otpada iz RječineStadt Rijeka · 8. September 2026Teilnehmerzahl, Gesamtgewicht und -volumen, Aufteilung auf Delta und Žakalj, Fundliste und Einordnung als erste Flussaktion
  2. Europe Direct RijekaPORIN / Europe Direct Rijeka · laufend, geprüft 8. September 2026organisatorischer Kontext der beteiligten Europe-Direct-Stelle
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