Stadt und Gespanschaft wollen gegen nicht genehmigte Bojen, Ketten und Betonblöcke vorgehen. Angekündigt sind formelle Verfahren – nicht die bereits abgeschlossene Räumung aller betroffenen Liegeplätze.
Wogegen die Stadt vorgehen will
Crikvenica und die Gespanschaft Primorje-Gorski kotar kündigen Schritte gegen nicht genehmigte Liegeeinrichtungen an der Küste zwischen Podvorska und Selce an. Genannt werden Bojen, Ketten und Betonblöcke, mit denen Flächen faktisch besetzt werden.
Nach den eingeholten Stellungnahmen sind im relevanten Abschnitt weder Konzessionen noch ein öffentliches Hafengebiet die pauschale Rechtsgrundlage für solche privaten Installationen. Das macht trotzdem nicht jede sichtbare Boje automatisch rechtswidrig; geprüft wird der konkrete Status.
Ankündigung ist noch keine Räumung
Die zuständigen Stellen sprechen von formellen Verfahren gegen Anlagen ohne Genehmigung. Ein abgeschlossenes Inventar, eine veröffentlichte Liste aller betroffenen Positionen oder ein Termin für eine vollständige Entfernung liegt bislang nicht vor.
Deshalb wäre die Behauptung, sämtliche wilden Liegeplätze seien bereits beseitigt, zu weitgehend. Zwischen Meldung, Prüfung, Bescheid und tatsächlicher Entfernung können mehrere Schritte liegen.
Warum die Verankerung zählt
Eine Boje ist nicht nur ein Punkt an der Oberfläche. Ketten und schwere Betonblöcke belegen Grund, können Seegras und andere Lebensräume beschädigen und schaffen einen faktischen Anspruch auf öffentlichen Meeresraum.
Zugleich entscheidet die fachliche und rechtliche Prüfung, was entfernt werden darf und wer verantwortlich ist. Eigenmächtiges Lösen oder Abschleppen durch Dritte wäre gefährlich und könnte neue Schäden verursachen.
Was Bootsbesitzer jetzt tun sollten
Wer dort einen privaten Liegeplatz nutzt, sollte Genehmigung, Vertrag und genaue Lage prüfen und auf Schreiben der zuständigen Stelle reagieren. Eine langjährige Nutzung ersetzt nicht automatisch eine gültige Erlaubnis.
Gastboote behandeln eine freie oder unmarkierte Boje nicht als sicheren öffentlichen Platz. Tragfähigkeit, Eigentümer, Gebühren und Erlaubnis müssen vor dem Festmachen nachvollziehbar sein.
So lassen sich Problemstellen melden
Für Hinweise stellt die Stadt ihre üblichen Kontaktwege und das Meldesystem Gradsko oko bereit. Hilfreich sind genaue Position, Datum, Foto aus sicherer Entfernung und eine sachliche Beschreibung – ohne öffentliche Namensnennung oder Beschuldigung.
Die Behörde ordnet den rechtlichen Status zu. Wer eine Kette, einen Betonblock oder eine gefährliche Leine im Wasser entdeckt, hält Abstand und meldet statt selbst einzugreifen.
Faktenlage
Quellen & Datenstand
Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.
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