Das geplante Resort am Prukljansko jezero taucht im Entwurf für die staatliche Immobilienverwaltung 2027 auf. Die entscheidenden Umweltfragen sind damit nicht erledigt: Wasserverbrauch, Lebensräume und Folgen für das Gewässer müssen untersucht werden.

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Was im Plan für 2027 steht

Bauminister Branko Bačić hat am 15. Oktober den Entwurf des Jahresplans zur Verwaltung staatlicher Immobilien und beweglicher Güter für 2027 vorgestellt. Darin soll die Entwicklung des Projekts Prukljan bei Skradin weiter verfolgt werden: vorgesehen sind Golf, ein Luxushotel und Villen.

Das Ministerium kündigt für den Entwurf eine öffentliche Konsultation an. Es meldet damit weder einen bereits abgeschlossenen neuen Planbeschluss noch den Beginn der Bauarbeiten. Die Nachricht hält das Vorhaben auf der staatlichen Agenda; sie ersetzt keine projektbezogene Genehmigung.

Gemalte Symbolszene einer Wasserprobenahme am Ufer eines mediterranen Sees
Golden Beach / OpenAI ImageGen · KI-Symbolillustration, keine dokumentarische Aufnahme, keine tatsächliche Untersuchung am Prukljansko jezero und kein Messergebnis dargestellt
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Ein großes Vorhaben mit langer Vorgeschichte

Die staatliche Immobilienstrategie dokumentiert für Prukljan eine Ausschreibung im Jahr 2020 mit einem Bewerber und einen Realisierungsvertrag von 2021. Das Projekt entsteht also nicht erst mit der aktuellen Planvorstellung.

Die naturschutzrechtliche Vorprüfung vom Juni 2025 beschreibt rund 160 Hektar Golfzone und etwa 30 Hektar Tourismuszone an Land. Dazu kommen geplante Eingriffe für Strände und ein Privezište, also eine Anlage zum Festmachen von Booten. Diese Größen beschreiben den eingereichten Planungsstand, keine fertiggestellte oder abschließend erlaubte Anlage.

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Die Prüfung muss Wasser und Lebensräume zusammen betrachten

Am 17. Juni 2025 entschied das Umweltministerium, dass erhebliche negative Auswirkungen auf die Schutzgebiete des Natura-2000-Netzes nicht ausgeschlossen werden können. Deshalb ist eine vertiefte Verträglichkeitsprüfung vorgeschrieben. Das ist weder die Feststellung bereits eingetretener Schäden noch eine Umweltfreigabe.

Die am 7. September veröffentlichte Anweisung vom 2. September 2026 konkretisiert die Inhalte der Umweltstudie. Untersucht werden sollen unter anderem Wasserentnahme und Wasserhaushalt von Guduća und Prukljansko jezero, eine mögliche Entsalzung, Lebensräume und kumulative Wirkungen mit anderen Vorhaben.

Die Anweisung greift zudem den Hinweis der Gespanschaft auf bereits vorhandene Eutrophierungserscheinungen auf. Verlangt werden Analysen zusätzlicher Nährstoffbelastung in der touristischen Spitzenzeit und möglicher Auswirkungen auf die nachgelagerte Aquakultur. Auch eine verlässliche Versorgung bei erhöhtem sommerlichem Wasserbedarf gehört zur Prüfung.

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Was eine nächste belastbare Nachricht wäre

Der nächste entscheidende Schritt ist nicht eine weitere Investitionssumme in einer Überschrift, sondern eine nachvollziehbare Umweltstudie und die darauf beruhenden Verfahrensentscheidungen. Die vorliegenden Dokumente liefern keinen gesicherten Baubeginn oder Eröffnungstermin.

Für die Region geht es damit um mehr als Golfplätze: um den Umgang mit Fläche und Wasser an einem empfindlichen Gewässer. Ob und unter welchen Bedingungen das Vorhaben umgesetzt werden kann, lässt sich aus seiner Erwähnung im Staatsplan noch nicht beantworten.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

  1. Vorstellung neuer Verordnungen und des Jahresplanentwurfs für 2027MPGI · 15. Oktober 2026Prukljan als zu verfolgendes Vorhaben; Entwurf und angekündigte Konsultation
  2. Strategie zur Verwaltung staatlichen Vermögens 2026–2035, NN 81/2026-966Narodne novine · Juli 2026Ausschreibung 2020, ein Bewerber und Realisierungsvertrag 2021
  3. Vorprüfung Tourismuszone und Golf am Prukljansko jezeroMZOZT · 17. Juni 2025; veröffentlicht 18. JuniSeiten 1–4: Pflicht zur vertieften Natura-2000-Prüfung, Umfang und Schutzbelange
  4. Uputa o sadržaju Studije – Prukljansko jezeroMZOZT · 2. September 2026; veröffentlicht 7. SeptemberSieben Seiten; Anforderungen an Umweltstudie, Wasser, Natur, Kulturerbe und kumulative Wirkungen, keine Genehmigung
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