Ein 530 Meter langer Wellenbrecher, 170 kommunale und 198 nautische Plätze sind amtlich beschrieben. Doch Umweltentscheidung, Genehmigungen, Finanzierung und Ausschreibung stehen noch aus.

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Beantragt ist eine Hafenlandschaft mit zwei Funktionen

Die amtliche Verfahrensinformation zur Erweiterung des öffentlichen Hafens und zum Bau eines Hafens für nautischen Tourismus trägt das Datum 25. August 2026. Das Umweltministerium veröffentlichte sie am 1. September; sie dokumentiert den Antrag der Gemeinde auf eine vollständige Umweltverträglichkeitsprüfung.

Die aktuelle Fassung umfasst 170 kommunale Liegeplätze im öffentlichen Hafen und 198 nautisch-touristische Liegeplätze. Zusammen sind das 368 Plätze auf einem Vorhabengebiet von rund 9,5 Hektar. Diese Zahlen beschreiben den Antrag – nicht bereits genehmigte oder buchbare Plätze.

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Der öffentliche Teil ist mehr als ein Ortsbootshafen

Der öffentliche Hafenteil soll neben Liegeplätzen für lokale Boote auch Betriebsflächen für Linienverkehr, Fischereifahrzeuge, Yachten und andere Schiffe erhalten. Der nautisch-touristische Teil ist davon funktional getrennt, obwohl beide Becken in einem gemeinsamen Projekt geprüft werden.

Aus der Aufteilung lässt sich noch nicht ableiten, wer später einen Platz erhält, wie vergeben wird oder welche Preise gelten. Betreiber, Konzession, Reservierungssystem und die tatsächliche Verfügbarkeit für Einwohner sind im laufenden Umweltverfahren nicht entschieden.

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530 Meter Wellenbrecher verändern die alte Projektskizze deutlich

Vorgesehen sind ein rund 530 Meter langer südlicher Hauptwellenbrecher, ein etwa 160 Meter langer Zugangssteg zwischen östlichem und westlichem Becken, ein auf ungefähr 110 Meter begradigter westlicher Wellenbrecher und fünf modulare Schwimmstege. Ein halbkreisförmiger Abschnitt des Hauptwellenbrechers ist als Badebereich gedacht.

Beide Hafenbecken sollen auf mindestens drei Meter unter dem Bezugsniveau vertieft werden. Die Unterlagen nennen rund 33.520 Kubikmeter Aushub sowie Anschlüsse für Wasser, Abwasser, Strom und Telekommunikation. Wie Material behandelt wird und welche Auflagen gelten, ist Teil der Umweltprüfung.

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Die positive Naturprüfung ist noch keine Baugenehmigung

Eine vorgelagerte Prüfung kam am 2. Dezember 2025 zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben für das ökologische Netz vertretbar ist. Diese Entscheidung gilt vier Jahre. Sie ersetzt jedoch weder die vollständige Umweltentscheidung noch Standort- und Baugenehmigung.

Im nächsten Verfahrensschritt ist eine öffentliche Auslegung der Umweltstudie von mindestens dreißig Tagen vorgesehen. Erst danach können Stellungnahmen, Auflagen und eine abschließende Umweltentscheidung folgen. Die Auslegung war zum Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht.

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Das Verfahren von 2022 endete durch Rückzug, nicht durch Ablehnung

Schon 2022 lief ein Umweltverfahren für den Hafen. Die Gemeinde zog den Antrag im Mai 2024 zurück; das Ministerium stellte das Verfahren daraufhin im Juni ein. Eine festgestellte Umweltunverträglichkeit war nicht der Grund.

Die frühere Fassung darf trotzdem nicht mit der aktuellen vermischt werden. Damals waren 171 kommunale und 199 nautische Plätze sowie ein ungefähr 290 Meter langer Hauptwellenbrecher vorgesehen. Der neue Antrag reduziert die Summe auf 368 Plätze, verlängert den Hauptwellenbrecher aber auf rund 530 Meter.

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25 Millionen Euro und 2028 bis 2032 sind Planwerte

Der offizielle Destinationsmanagementplan Pakoštane 2025 bis 2029 führt die Marina mit einem geschätzten Gesamtwert von 25 Millionen Euro und einem Zielzeitraum von 2028 bis 2032. EU-Mittel werden dort als mögliche Finanzierungsquelle genannt.

Das ist weder eine bewilligte Förderung noch ein Finanzierungsvertrag. Derselbe Plan vermerkt, dass Machbarkeits- und Kosten-Nutzen-Analyse, Hauptprojekt, Standortgenehmigung und Baugenehmigung noch fehlen. Auch 2028 bis 2032 ist daher ein strategischer Korridor und kein zugesicherter Bauzeitenplan.

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Was heute feststeht – und was niemand reservieren kann

Belastbar sind die technische Größenordnung, die Umweltstudie vom Mai 2026, der Antrag und die positive vorgelagerte Naturprüfung. Offen bleiben die abschließende Umweltentscheidung, Genehmigungen, Grundstücks- und Konzessionsfragen, Finanzierung, Ausschreibung und Bauauftrag.

Damit existiert ein ernsthaft ausgearbeiteter neuer Projektstand, aber noch keine Baustelle und kein Eröffnungstermin. Wer einen künftigen Liegeplatz sucht, kann aus den 368 Plätzen heute weder Anspruch noch Reservierbarkeit ableiten.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

  1. Procjena utjecaja zahvata na okoliš – laufende VerfahrenKroatisches Umweltministerium · geprüft 26. September 2026amtlicher Verfahrensstand und Ablauf der Umweltverträglichkeitsprüfung
  2. Informacija o zahtjevu za procjenu utjecaja – luka PakoštaneKroatisches Umweltministerium · 1. September 2026; geprüft 26. September 2026368 Liegeplätze, Fläche, Wellenbrecher, Stege, Baggerung, Infrastruktur, Antrag und Umweltstudie
  3. Rješenje o prihvatljivosti za ekološku mrežuKroatisches Umweltministerium · 2. Dezember 2025; geprüft 26. September 2026vorgelagerte Naturverträglichkeitsentscheidung, genaue Vorhabensfläche und vierjährige Geltung
  4. Rješenje o obustavi ranijeg postupkaKroatisches Umweltministerium · 14. Juni 2024; geprüft 26. September 2026Beendigung des früheren Verfahrens nach Rückzug des Gemeindeantrags
  5. Information zum früheren Hafenprojekt 2022Kroatisches Umweltministerium · 27. Oktober 2022; geprüft 26. September 2026alte Kapazität und Abmessungen ausschließlich für den Versionsvergleich
  6. Plan upravljanja destinacijom Pakoštane 2025.–2029.Gemeinde Pakoštane · 2025; geprüft 26. September 2026strategischer Kostenwert, Zielzeitraum, mögliche Finanzierung und noch fehlende Projekt- und Genehmigungsstufen
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