Seit Mai wurden am Kap rund 75.000 Fahrzeuge gezählt, etwa ein Fünftel weniger als 2025. Die Zahl bleibt groß – und sie ist keine Besucherzahl. Zu Fuß und per Rad ist der Eintritt weiterhin frei.
75.000 sind Fahrzeuge, nicht Menschen
Der Leiter der öffentlichen Einrichtung Kamenjak nannte gegenüber HRT rund 75.000 Fahrzeuge seit Saisonbeginn im Mai. Die Zahl lag etwa 20 Prozent unter dem Vorjahresstand.
In jedem Auto können eine oder mehrere Personen sitzen; manche Fahrzeuge kommen mehrfach. Aus der Fahrzeugzahl lässt sich deshalb keine seriöse Besucherzahl berechnen.
Weniger Verkehr ist noch kein niedriger Druck
Ein Rückgang um ein Fünftel klingt deutlich. Absolut bleiben aber zehntausende Fahrten über ein empfindliches Gebiet aus Kalkfelsen, Macchia, Küstenrasen und kleinen Buchten.
Belastung entsteht nicht nur durch Abgase. Staub, Parken, Bodenverdichtung, Lärm und das Verlassen vorgesehener Wege wirken gemeinsam.
Bestimmte Bereiche werden schrittweise geschlossen
Die Verwaltung hat 2026 begonnen, einzelne Bereiche für den Fahrzeugverkehr zu sperren. Das ist eine gezielte Lenkung, keine bestätigte vollständige Autosperre des ganzen Kaps.
Welche Zufahrt an einem konkreten Tag offen ist, zeigt die Situation vor Ort. Eine veröffentlichte Gesamtliste aller neuen Sperrflächen lag für diese Meldung nicht vor.
Das Auto kostet in der Hochsaison 20 Euro
Vom 15. Juni bis 15. September kostet die Tageskarte für ein Auto 20 Euro. Für Motorrad oder Moped sind es 8 Euro, für Camper 50 Euro und für Busse 90 Euro.
Beim Onlinekauf gewährt die Verwaltung zehn Prozent Rabatt. Preise vor und nach diesem Hochsaisonfenster sind niedriger.
Zu Fuß und per Rad bleibt der Zugang frei
Fußgänger und Radfahrer zahlen keinen Eintritt. Das macht einen autofreien Besuch nicht automatisch bequem: Sonne, Staub, Entfernungen und fehlender Schatten gehören in die Planung.
Wasser, Kopfbedeckung und ein realistischer Rückweg sind wichtiger als die eingesparte Parkgebühr. Radfahrer müssen auf groben Wegen und zwischen Fahrzeugen besonders aufmerksam sein.
Wie ein klügerer Besuch aussieht
Frühe oder spätere Tageszeiten reduzieren Hitze und oft auch den Andrang. Wer mit dem Auto fährt, sollte nur ausgewiesene Wege und Flächen nutzen und keine Vegetation als Parkplatz betrachten.
Noch besser ist es, das Fahrzeug außerhalb zu lassen, sofern Kondition und Ausrüstung passen. Müll, Feuer und laute Musik belasten das Gebiet unabhängig vom Verkehrsmittel.
Was die Zahlen wirklich erzählen
Die Saison ist verkehrsärmer als 2025, aber nicht ruhig. Die Verwaltung reagiert mit höheren Hochsaisonpreisen und schrittweisen Verkehrsbeschränkungen.
Der faire Schluss ist weder Alarmismus noch Entwarnung: Kamenjak bleibt zugänglich, doch seine Attraktivität ist genau das, was konsequente Besucherlenkung nötig macht.
Faktenlage
Quellen & Datenstand
Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.
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