Im Barbatski kanal kollidierten zwei Boote; verletzt wurde niemand. Ein 32-jähriger Deutscher soll alkoholisiert gefahren und anschließend nicht angehalten haben. Das ist ein Polizeiverdacht, keine Verurteilung.
Was die Polizei im Barbatski kanal rekonstruiert
Nach Angaben der Polizeidirektion Primorje-Gorski kotar kollidierten am 26. August 2026 gegen 20:05 Uhr im Barbatski kanal bei Rab ein motorisiertes Wasserfahrzeug und ein Holzboot. Das Holzboot nahm Wasser auf und wurde zur Sicherung auf Grund gesetzt.
Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Personen kamen nach der amtlichen Mitteilung nicht zu Schaden. Die Schadenshöhe war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht beziffert.
Der Verdacht richtet sich gegen einen 32-Jährigen
Die Polizei verdächtigt einen 32-jährigen deutschen Staatsangehörigen, das motorisierte Fahrzeug geführt und das Holzboot eines 42-jährigen Kroaten gerammt zu haben. Bei ihm seien 1,01 Gramm Alkohol je Kilogramm gemessen worden.
Der Messwert ist ein amtlich genannter Bestandteil des Ermittlungsstands. Ob und wie er strafrechtlich gewertet wird, entscheiden Staatsanwaltschaft und Gericht zusammen mit den übrigen Beweisen.
Nach der Kollision soll er nicht angehalten haben
Die Behörde wirft dem Mann außerdem vor, nach dem Zusammenstoß weder angehalten noch Hilfe geleistet zu haben. Später sei sein eigenes beschädigtes Fahrzeug von einem anderen Nautiker abgeschleppt worden.
Gerade dieser Punkt macht aus einem Sachschadenfall einen weitergehenden Verdacht. Auch er bleibt bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung eine Beschuldigung, nicht bewiesene Tatsache.
Hilfeleistung beginnt mit der eigenen Sicherheit
Nach einer Kollision müssen Crews zuerst prüfen, ob Menschen verletzt oder im Wasser sind, ob ein Boot sinkt und ob unmittelbare Brand- oder Treibstoffgefahr besteht. Position, Zahl der Personen und Art des Notfalls gehören in einen schnellen Notruf.
Helfen heißt nicht, sich ohne Plan in zusätzliche Gefahr zu bringen. Motor sichern, Rettungsmittel bereitstellen, Kontakt halten und Anweisungen der Rettungsstelle befolgen sind oft die ersten wirksamen Schritte.
Warum ein beschädigtes Boot auf Grund gesetzt wird
Nimmt ein kleines Boot schnell Wasser auf, kann kontrolliertes Auflaufen in flachem Wasser ein vollständiges Sinken verhindern. Das schützt Menschen und erleichtert Bergung; zugleich müssen mögliche Kraftstoff- und Umweltschäden beobachtet werden.
Die Maßnahme sagt nichts darüber aus, wer die Kollision verursacht hat. Schäden, Spuren, Positionen und Aussagen werden getrennt ausgewertet.
Alkohol und Abendlicht verschärfen Risiken
Alkohol kann Wahrnehmung, Reaktion und Urteilsvermögen beeinträchtigen. In der Dämmerung kommen schlechtere Sicht, schwer erkennbare Positionslichter und die dunkle Kontur kleiner Holzboote hinzu.
Eine Crew sollte deshalb vor dem Ablegen einen nüchternen Schiffsführer bestimmen und Beleuchtung sowie Ausguck rechtzeitig organisieren. Ein kurzer Rückweg in vertrautem Wasser ist keine risikofreie Ausnahme.
Der verfahrensrechtliche Stand
Die Polizei meldet abgeschlossene kriminalistische Ermittlungen, eine Strafanzeige und die Übergabe des Beschuldigten an die Gewahrsamsaufsicht. Veröffentlicht sind weder eine Anklageentscheidung noch ein Urteil oder die Einlassung des Mannes.
Golden Beach nennt deshalb keine Namen und zeigt keine vermeintlichen Unfallboote. Belastbar sind Kollision, Schäden, Alkoholmessung und der polizeiliche Verdacht – die Schuldfrage bleibt offen.
Faktenlage
Quellen & Datenstand
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