Nach einem Unfall auf der A1 wurden vier Menschen verletzt. Während der Rettungsarbeiten dokumentierte die Polizei 29 Fahrer, die den freigehaltenen Korridor aus verbotener Richtung nutzten.
Der Unfall blockierte beide Fahrstreifen
Am 29. August gegen 15:30 Uhr kollidierten bei Gornja Ploča in Richtung Zagreb mehrere Fahrzeuge. Ein Lastwagen geriet auf den Pannenstreifen, stieß dort mit einem stehenden Lastwagen und einem slowakischen Pkw zusammen und kippte anschließend quer über beide Fahrstreifen.
Ein weiterer Pkw fuhr in Fahrzeugteile. Vier Menschen wurden verletzt; eine Person blieb im KBC Rijeka, drei im Krankenhaus Gospić.
Die 29 Fälle betreffen den Rettungskorridor
Die Verkehrspolizei Perušić erfasste 29 Fahrer, die im Zusammenhang mit dem Rettungskorridor aus Gegen- oder verbotener Richtung fuhren.
Die Zahl beschreibt dokumentierte Verstöße, nicht automatisch 29 rechtskräftige Urteile. Die weitere Bearbeitung der einzelnen Fälle bleibt Sache der Behörden.
Drei weitere Verstöße kamen hinzu
Bei drei Fahrern stellte die Polizei andere Autobahnverstöße fest. Genannt werden Slalomfahren, Überholen über den Pannenstreifen und das Drängeln mit Licht- oder Schallsignalen.
Diese drei Fälle sind von den 29 Korridor-Verstößen getrennt. Wer beide Zahlen addiert, sollte diese unterschiedliche Einordnung kenntlich machen.
Warum der freie Korridor kein Ausweg ist
Die Lücke zwischen den Fahrzeugreihen ist ausschließlich für Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr vorgesehen. Sie darf weder zum Vorfahren noch zum Wenden oder Zurückfahren genutzt werden.
Schon wenige entgegenkommende Autos können Einsatzfahrzeuge blockieren. Genau in einem Unfall mit Verletzten kostet das nicht nur Zeit, sondern gefährdet Helfer und Wartende.
So wird die Gasse gebildet
Auf einer Fahrbahn mit zwei Spuren fährt die linke Reihe möglichst weit nach links, die rechte möglichst weit nach rechts. Der Pannenstreifen bleibt grundsätzlich frei, sofern Einsatzkräfte nichts anderes anweisen.
Die Gasse wird gebildet, sobald der Verkehr stockt – nicht erst, wenn das Blaulicht im Rückspiegel auftaucht. Aussteigen oder zwischen Reihen laufen ist ebenfalls riskant.
Weitere Fahrer können identifiziert werden
Die Polizei hat Hinweise von Bürgern mit Fotos und Videos erhalten. Anhand dieser Aufnahmen sollen Fahrzeuge und Fahrer ermittelt und Verstöße verfolgt werden.
Das bedeutet noch nicht, dass jede eingesandte Aufnahme einen Verstoß beweist. Kennzeichen, Fahrtrichtung, Zeitpunkt und Kontext müssen zuerst geprüft werden.
Was die Meldung bewusst offenlässt
Die Behörde nennt in dieser Mitteilung keinen einheitlichen Bußgeldbetrag für alle 29 Fälle. Unterschiedliche Handlungen und Verfahrensstände können unterschiedlich bewertet werden.
Belastbar sind Unfallablauf, vier Verletzte, 29 dokumentierte Korridor-Verstöße, drei weitere Autobahnverstöße und die laufende Auswertung zusätzlicher Aufnahmen.
Faktenlage
Quellen & Datenstand
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