Neue Wohnungen kosteten bei Unternehmen und anderen juristischen Verkäufern ohne POS im ersten Halbjahr durchschnittlich 3.012 Euro je Quadratmeter. Der Wert ist aussagekräftig – aber weder ein Küstenpreis noch ein vollständiger Marktindex.

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Die 3.012 Euro gehören zu einer klaren Teilmenge

Im ersten Halbjahr 2026 lag der durchschnittliche Verkaufspreis neuer Wohnungen, die Unternehmen und andere juristische Personen außerhalb des staatlich geförderten POS-Programms verkauften, bei 3.012 Euro je Quadratmeter. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 sind das 4,4 Prozent mehr, gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 8,9 Prozent.

Die Zahl ist ein amtlicher Durchschnitt für die definierte Erhebung. Sie sagt nicht, dass jede Neubauwohnung in Kroatien 3.012 Euro kostet. Lage, Projekt, Ausstattung, Bauphase und Verkäufer können einen konkreten Preis deutlich nach oben oder unten verschieben.

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Mit POS sinkt der Gesamtwert auf 2.994 Euro

Bezieht man alle vom DZS erfassten Verkäufer einschließlich POS ein, liegt der Durchschnitt bei 2.994 Euro je Quadratmeter. POS steht für geförderten Wohnungsbau. Dessen erfasste Wohnungen kosteten im Mittel 1.410 Euro je Quadratmeter und waren damit erheblich günstiger als die übrigen Verkäufe.

Trotz des großen Preisabstands verändert POS den Gesamtwert nur leicht. Die geförderten Wohnungen machten 1,2 Prozent der beobachteten verkauften Quadratmeter aus. Deshalb liegt der Durchschnitt aller erfassten Verkäufe nur 18 Euro unter dem Wert ohne POS.

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Zagreb und übrige Siedlungen sind die einzigen Ortsgruppen

Über alle erfassten Verkäufer hinweg nennt das DZS für Zagreb 3.518 Euro je Quadratmeter. Alle übrigen Siedlungen zusammen kommen auf 2.754 Euro. Ohne POS liegen die Vergleichswerte bei 3.554 Euro für Zagreb und 2.766 Euro für die übrigen Siedlungen.

Die zweite Gruppe ist keine Küstenstatistik. In ihr stecken Orte an der Adria ebenso wie Städte und Gemeinden im Landesinneren. Aus 2.754 oder 2.766 Euro darf deshalb weder ein Preis für Split, Zadar oder Rijeka noch ein Durchschnitt für Ferienimmobilien am Meer gemacht werden.

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1.618 Wohnungen sind beobachtet – nicht der ganze Markt

Die Veröffentlichung umfasst 1.618 verkaufte neue Wohnungen mit zusammen 107.541 Quadratmetern. Davon entfielen 1.603 Wohnungen und 106.294 Quadratmeter auf Verkäufe außerhalb von POS. Diese Größen zeigen, auf welcher Datenbasis die Durchschnittswerte beruhen.

Sie sind keine vollständige Zählung jedes Neubauverkaufs in Kroatien. Das DZS arbeitet mit Berichten ausgewählter juristischer Personen und schließt bestimmte Verkäufe aus. Die Anzahl eignet sich daher nicht als Gesamtzahl aller im Halbjahr verkauften Neubauwohnungen.

Hände prüfen symbolisch Grundriss, Taschenrechner und Schlüssel einer neuen Wohnung
Golden Beach / OpenAI ImageGen · redaktionelles Symbolbild
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Was im Quadratmeterpreis enthalten ist

Beim Wert von 3.012 Euro ohne POS entfallen im Landesdurchschnitt 334 Euro auf Bauland. Baukosten zusammen mit dem Gewinn des Bauunternehmers machen 1.772 Euro aus. Weitere Kosten – etwa Planung, Genehmigungen, Finanzierung, Abgaben und Vermarktung – summieren sich auf 906 Euro je Quadratmeter.

Der Gewinn ist in der veröffentlichten Kategorie mit den Baukosten verbunden und wird nicht separat ausgewiesen. Wer aus den 1.772 Euro eine reine Bauleistung oder aus der Differenz automatisch eine Gewinnspanne berechnet, liest mehr aus der Tabelle heraus, als sie hergibt.

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Was die Statistik ausdrücklich nicht beantwortet

Gebrauchte Wohnungen und Häuser sind nicht Teil dieser Neubauauswertung. Ebenfalls ausgeschlossen sind unter anderem Verkäufe von Rohbauten, Eigenbau, einzelne private Verkäufer und Transaktionen, die nicht in den definierten Berichtskreis fallen. Maklerangebote oder ausgeschriebene Wunschpreise sind etwas anderes als die hier erfassten Verkäufe.

Der Durchschnitt ist außerdem kein Gutachten für eine einzelne Immobilie. Blick aufs Meer, Parkplatz, Energieklasse, Möblierung, rechtlicher Status und Mikrolage bleiben darin unsichtbar. Für eine Kaufentscheidung müssen amtliche Statistik, konkrete Unterlagen und eine unabhängige Prüfung getrennt betrachtet werden.

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So wird die Zahl für Käufer trotzdem nützlich

Als Vergleichsrahmen zeigt die Statistik, dass die erfassten Neubaupreise weiter gestiegen sind und dass Zagreb deutlich über der zusammengefassten Restgruppe liegt. Ein Angebot kann daran grob gespiegelt werden – aber nur, wenn Neubau, Verkäufergruppe, Zeitraum und Lage halbwegs vergleichbar sind.

Für ein konkretes Objekt zählen anschließend der Preis je nutzbarem Quadratmeter, alle Nebenflächen und Zuschläge, Grundbuch und Genehmigungen, Übergabezustand, Steuern, Finanzierung und laufende Kosten. Der DZS-Wert eröffnet diese Prüfung; er ersetzt sie nicht.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

  1. Cijene prodanih novih stanova, prvo polugodište 2026.Kroatisches Statistikamt DZS · 7. September 2026Durchschnittspreise, Veränderungen, Zagreb-/Restgruppe, POS-Anteil, Fallzahlen, Kostenstruktur und methodische Abgrenzung
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