Für rund 600 Meter zwischen Fährhafen und Kreisverkehr ist ein Planungsbüro ausgewählt. Die zusätzliche Spur soll Saisonkolonnen aufnehmen – gebaut wird aber noch nicht.

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Ausgewählt ist das Planungsbüro – nicht die Baufirma

Hrvatske ceste hat Geoproming aus Metković für die vollständige Projektierung einer zusätzlichen Spur an der DC113 in Supetar ausgewählt. Die Entscheidung stammt vom 28. Juli 2026 und wurde am 1. September im amtlichen Vergabeportal EOJN veröffentlicht.

Der Schritt ist konkret, aber enger als eine Bauvergabe. Beim Livecheck am 7. September war im Vertragsregister noch kein Vertrag veröffentlicht. Sicher ist daher die Auswahlentscheidung; Vertragsbeginn, genehmigte Planung und Bauarbeiten folgen daraus nicht automatisch.

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Die Kolonne kann bis in den Kreisverkehr wachsen

Der rund 600 Meter lange Abschnitt verbindet den Kreisverkehr an der DC113 mit dem Fährhafen Supetar. In der Saison sammeln sich dort Fahrzeuge für die Verbindung nach Split. Ist die vorhandene Aufstellfläche gefüllt, kann der Rückstau den Kreisverkehr erreichen und damit auch Verkehr blockieren, der gar nicht zur Fähre will.

Die technische Projektaufgabe nennt für die Zählstelle Supetar durchschnittlich 4.768 Fahrzeuge an einem Sommertag. Für die Fährlinie Split–Supetar werden 2.517 Fahrzeuge je Sommertag angegeben. Das sind Planungswerte aus den Unterlagen, keine Liveprognose für einen bestimmten Reisetag.

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Eine zusätzliche Spur und ein breiterer Fußweg

Geplant wird entlang fast des gesamten Abschnitts eine weitere, 3,5 Meter breite Aufstellspur. Sie soll zusätzliche wartende Fahrzeuge aufnehmen und den Rückstau aus dem Kreisverkehr heraushalten. Ergänzend ist ein zwei Meter breiter Gehweg vorgesehen.

Das ist das Ziel der Projektierung, noch kein garantiertes Ergebnis. Erst Vermessung, Varianten, Grundstücksfragen, technische Nachweise und Genehmigungen zeigen, wie der Ausbau tatsächlich umgesetzt werden kann. Auch die spätere Wirkung hängt von Fährspitzen und Verkehrsführung ab.

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29.100 Euro bezahlen Pläne, keine neue Fahrbahn

Das ausgewählte Angebot von Geoproming beträgt 29.100 Euro ohne beziehungsweise 36.375 Euro mit Mehrwertsteuer. Damit soll die vollständige Projektdokumentation entstehen. Der ursprünglich geschätzte Auftragswert lag bei 37.000 Euro ohne Mehrwertsteuer.

Zum Planungsumfang gehören mehr als Straßenlinien auf Papier: unter anderem Entwässerung, Stützelemente, Leitungen, Verkehrszeichen und -anlagen, Beleuchtung, Lärmschutz, temporäre Verkehrsführung, Umweltunterlagen und ein digitales Bauwerksmodell.

Vermessungsfachleute prüfen symbolisch den Rand einer bestehenden Zufahrt zu einem Fährhafen
Golden Beach / OpenAI ImageGen · redaktionelles Symbolbild
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200 Arbeitstage sind keine Bauzeit

Für die Planungsleistung sieht das Verfahren 200 Arbeitstage vor. Diese Frist beschreibt weder 200 Kalendertage ab der Auswahlentscheidung noch die Dauer späterer Bauarbeiten. Sie kann erst an die Bedingungen eines wirksamen Vertrags anknüpfen.

Zum Auftrag sollen Entwurfs-, Haupt- und Ausführungsplanung sowie die Unterlagen für Standort- und Baugenehmigung gehören. Wenn diese Arbeit abgeschlossen ist, fehlen immer noch eine erteilte Genehmigung, Finanzierung und ein eigenes Verfahren für die Bauleistung.

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Warum der Fußweg ebenso wichtig ist

Zwischen Fährhafen, Ufer, Stadt und Kreisverkehr bewegen sich nicht nur Autos. Fußgänger mit Gepäck, Familien und Reisende ohne Fahrzeug teilen sich den engen Hafenraum mit wartenden Kolonnen und laufendem Verkehr.

Ein durchgehend geplanter Gehweg ist deshalb keine dekorative Zugabe. Seine genaue Führung, Querungen und Abstände müssen aber erst aus den genehmigten Unterlagen hervorgehen. Aus der technischen Aufgabenstellung lässt sich noch kein fertiger sicherer Weg ablesen.

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Was Reisende jetzt davon haben – und was noch nicht

Für die laufende Saison ändert die Auswahlentscheidung weder den Fährfahrplan noch die Reihenfolge im Hafen. Wer mit dem Auto nach Split übersetzt, braucht weiterhin Zeitreserve und muss die Regeln seines konkreten Tickets beachten.

Der nächste belastbare Meilenstein ist ein veröffentlichter Vertrag und danach die fertige Genehmigungsplanung. Erst eine spätere Bauausschreibung kann Kosten, Bauzeit und Verkehrsführung konkretisieren. Bis dahin ist die Zusatzspur eine nachvollziehbare Lösung in Planung – keine versprochene schnelle Staufreiheit.

Faktenlage

Quellen & Datenstand

Die Quellen tragen die Fakten. Planungshinweise und Empfehlungen sind redaktionelle Einordnungen von Golden Beach.

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